Henker und Huren, Künstler und Kirchen

Streifzug durch die südliche Altstadt

Blutrünstig, aber doch einträglich war die Arbeit des Henkers. Doch was nützt alles Geld, wenn die Mitmenschen einen meiden und verachten. Der Henker lebte zwar mit in der Stadt, dabei aber so weit am Rand wie möglich: sein Haus befand sich direkt an der Stadtmauer.

Ganz im Gegensatz dazu waren die Gebrüder Asam im 18. Jahrhundert hoch angesehen. Die beiden Künstler hatten es zu Geld und Ruhm gebracht. Davon zeugt nicht nur die von ihnen errichtete barocke Kirche St. Johann Nepomuk, sondern auch das Wohnhaus von Egid Quirin Asam in der Sendlinger Straße.

Das Hacken- und Angerviertel erinnert an das vielfältige Leben zwischen Bürgerhäusern, Brauereien, Kirchen und Künstlerwerkstätten.

Während unserer Stadtführung durch die beiden Viertel entdecken wir viel Gegensätzliches: eine Friedhofskirche, eine Maria im Birnbaum, aber auch moderne Umgestaltungen: auf dem ehemaligen Gelände des Süddeutschen Verlages entsteht das neue Quartier „Hofstatt“; der Neustart als „Gourmettempel“ der seit Jahren viel diskutierten Schrannenhalle scheint vielversprechend. Nach der Stadtführung lädt schließlich der Jakobsplatz mit Stadtmuseum, dem jüdischen Zentrum und seinen Cafés und Restaurants zum Verweilen ein.

Treffpunkt und MVV
Unter dem Torbogen des Sendlinger Tores (U-Bahn/Tram: Sendlinger Tor)

Dauer 2 Stunden

Preise für offene Rundgänge
Standardpreis: 10 €
Ermäßigter Preis: 8 € (ermäßigt für Senioren und Studenten)
Karten sind am Treffpunkt erhältlich!