Glockenspiel

glockenspiel_marienplatz

Mit seinen 43 Glocken gehört das Glockenspiel im Mittelturm des Neuen Rathauses zu den größten Europas. 32 Figuren zeigen auf mehreren Ebenen Szenen aus der Geschichte der Stadt.

Täglich um 11 Uhr und 12 Uhr richten sich die Blicke nach oben auf den Turm des Neuen Rathauses. Dann beginnt das Spiel und ein Raunen geht durch die Touristenmenge. Zunächst nur das Glockenspiel und dann zur Begeisterung der Menge auch das Ritterturnier.
Die obere Ebene zeigt die im Februar 1568 gefeierte Hochzeit von Herzog Wilhelm V. mit Renate von Lothringen. Zu Ehren des Brautpaares fand damals ein Ritterturnier auf dem Marienplatz statt. Dabei triumphierte der bayerische Ritter über seinen Gegner aus Lothringen.
Die untere Etage zeigt den Schäfflertanz. Nach einer schweren Pestepidemie sollen sich die Fassmacher als Erste wieder auf die Straßen gewagt und tanzend die von der Pest verängstigte Bevölkerung erheitert haben. Aktuell tanzen die Schäffler alle sieben Jahre – dann aber von echten Tänzern an vielen Orten in der Stadt.
Abends findet ebenfalls ein Schauspiel statt. Um 21 Uhr wird das Münchner Kindl vom Nachtwächter und dem Friedensengel zu Bett gebracht. Begleitet von der Musik aus Richard Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ sowie Johannes Brahms‘ „Wiegenlied“.

Es lohnt sich einen der hinteren Plätze auf dem Marienplatz zu sichern, dann ist die Nackenstarre nach dem Schauspiel nicht zu stark. Wenn man möchte, dann kann man sich das Glockenspiel auch durch eines der Fenster des Hugendubel oder im Café Glockenspiel ansehen. An schönen Sommertagen sollte man auch etwas eher vor Ort sein, denn dann ist der Andrang am Größten.

Spielzeiten

täglich um 11 und 12 Uhr
sowie von März bis Oktober um 17 Uhr
und um 21 Uhr wird das Münchner Kindl zu Bett gebracht